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Mittwoch, 1. August 2012

Über die Glaubwürdigkeit

 "Brutal und rücksichtslos geht das Assad-Regime gegen Protestierende in Aleppo vor, dieses Urteil fällt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International. In der Großstadt wird erbittert gekämpft, Tausende Bewohner sitzen noch immer zwischen den Fronten fest."(1)

Die Aussagen von  Amnesty International erinnern mich an das Paradoxon des Kreters Epimenides.

Bürgerkriege sind immer grausam, aber "Menschenrechtsverletzungen" bei nur einer Partei zu verorten, ist das Musterbeispiel einer einseitigen und unausgewogenen Anklage, wobei sich, zumindest bei mir, die Glaubwürdigkeitskurve dieser und anderer, ähnlich dubioser Organisationen, asymptotisch der Nulllinie nähert. Worunter in Folge auch die Glaubwürdigkeit der Publikationen leidet, die deren Verlautbarungen oft als einzige Quelle heranziehen, wobei sie eigene Recherchen offensichtlich überhaupt nicht mehr betreiben.

Unabhängiger und glaubwürdiger Journalismus ist das jedenfalls schon längst nicht mehr.
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(1) Amnesty wirft Assad-Regime Tötung von Demonstranten in Aleppo vor; SPIEGEL ONLINE:

Kommentare:

  1. AI zählte und zählt zu den linken Vorfeldorganisationen; deren "Analysen", "Erkenntnisse" und Behauptungen sind stets mit Vorsicht zu genießen. Die Anerkennung, die ihnen gezollt wird, kommt entweder von Gesinnungsbütteln oder von Zeitgenossen, die sich von einer nominellen Mixtur aus "NGO" und "Menschenrechtsaktivisten" allzuschnell beeindrucken lassen.

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  2. Das sehe ich ähnlich. Was auffällt ist, dass die Medien die Quellen ohne jede Kritik übernehmen. In Falle Syriens wird sogar das "Londoner Büro für Menschenrechte" kommentarlos zitiert, obwohl sie ganz offen Menschenrechtsverletzung durch "Rebellen" ausblenden.

    Wer so berichtet, ist nicht seriös, sondern ergreift Partei. Was schlussfolgernd zeigt: Es geht diesen Organisationen mitnichten um Menschenrechte, denn müssten für alle geltend gemacht werden. Gerade im Bürgerkrieg.

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