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Montag, 22. Oktober 2012

Mit Leib und Leben haften

"Ein skandalöses Urteil": Richter in Italien haben sieben Experten zu langen Haftstrafen verurteilt, weil sie das Erdbebenrisiko in L'Aquila verharmlost haben sollen. Wissenschaftler sind empört und verunsichert. Schweigen sie künftig, wenn es um Naturgefahren geht?(1)
Skandalös? Wenn Wissenschaftler sich permanent in Politik einmischen, Alarmismus verbreiten, fragwürdige Empfehlungen geben und sich auch sonst aufspielen, als wüssten sie über alles und jedes Bescheid, dann sollen sie gefälligst auch für die Folgen ihres überheblichen Gebarens haften. Das Urteil geht in Ordnung und sollte jenen als Mahnung zur Demut dienen, die uns tagtäglich mit Hiobsbotschaften aus leicht durchschaubaren Gründen überschütten: Ab heute müsst ihr, wie übrigens jeder Mensch, für euer oft genug unverantwortliches Geschwätz mit Leib und Leben haften. Das ist eine gute Nachricht.

Wenn, wie bei der sogenannten „Energiewende“, sich Wissenschaftler grob „verschätzen“ und diese Fehlleistung zum exorbitanten Anstieg der Energiekosten im nächsten Jahr führt, dann sollte man solche Dilettanten sehr wohl zur Verantwortung ziehen können.

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(1) Prozess von L'Aquila; Protest von Erdbeben-Forschern gegen Urteil: SPIEGEL ONLINE

Donnerstag, 3. Mai 2012

Brutal vergewaltigt

"Weltweit verschwinden die Insekten. In der Folge sinken die Erträge von Äpfeln, Erdbeeren und anderen Nutzpflanzen. Und die Preise ziehen an, rechnen Wissenschaftler vor."1

Das weltweit Insekten verschwinden2, höre ich heuer zum ersten Male. Den Beweis für diese Behauptung holen sich „die Forscher“ über den gemittelten Preisanstieg solcher Früchte, die von der Bestäubung durch Insekten abhängig sind. Da die Teuerung in dieser Sparte besonders drastisch ausfällt, wird diese als Indikator für ein Insektensterben interpretiert. Das wäre „messerscharf“ geschlussfolgert, wenn nicht ungezählte andere - und völlig unkalkulierbare - Faktoren Einfluss auf die Preisbildung bei Zitrusfrüchten nehmen würden. Doch die finden, wenn ich den dürren Artikel richtig verstehe, nicht einmal Ansatzweise Erwähnung, wenngleich sie notwendige Randbedingungen für die Plausibilität eines derart komplexen Models wären.3

Die Launen von Börsenspekulanten sind bei der Preisbildung auf Warenterminbörsen ein verlässlicher, wie starker Korrelationskoeffizient. Die zeichnen - beispielsweise - mit einiger Sicherheit für die Preiskapriolen auf dem Sojabohnenmarkt verantwortlich. Ganz ohne Insekten, denn die Sojabohne ist ein Selbstbestäuber.

Die aufgezeigten Schlussfolgerungen sind aus meiner Sicht hoch zweifelhaft, woran allerdings nicht die Statistik Schuld trägt, sondern nur diejenigen, die sie so brutal vergewaltigen.
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(1) Zitrusfrüchte bis zu 150 Prozent teurer: Insektensterben treibt Lebensmittelpreise in die Höhe; FOCUS Online
(2) Bisher war nur von einem Bienensterben die Rede, die Weiterung auf "Insekten" ist neu. Zugegeben "Insektensterben" klingt dramatischer. Wobei ich nicht in Frage stellen will, das die dramatische Zunahme der Weltbevölkerung eine signifikante Ursache für das Artensterben ist.
(3) Apropos Plausibilität: Weniger Insekten, weniger Bestäubung, weniger Früchte, folglich höhere Preise. Das wäre eine logisch nachvollziehbare Kausalkette. Allerdings, Missernten sind nicht bekannt.

Donnerstag, 11. August 2011

Alte Kirchgänger halten auf Sauberkeit

Alte Kirchgänger, daher meist Konservativ, halten viel auf Sauberkeit. Das zumindest meint der "Inductivist" aus Erhebungen lesen zu können, die der GSS (Government Statistical Service) durchgeführt hat.1

Ich liebe es, wenn statistisch signifikante Zahlen die sogenannten 'Vorurteile' untermauern, von denen der Mainstream meint, man sie - die Vorurteile - schleunigst über Bord werfen.

Der nicht von Meinungen sondern Zahlen bewegte Blogger 'Inductivist' (Ron Guhname) veröffentlicht regelmäßig erhellende statistische Untersuchungen, die einen regelmäßigen Blick wert sind. Auch für jene, die nicht an Statistiken glauben, sind seine Beiträge zumindest amüsant.

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(1) Inductivist; Predictors of cleanliness

Freitag, 10. Juni 2011

Rülpsende Kamele

Wenn der klimawandel zu Propagandazwecken missbraucht wird, dann kommt folgendes dabei raus: Erst furzen uns die Kühe das Klima kaputta1, jetzt sollen australische Kamele deshalb zum Abschuss freigegeben werden, weil sie angeblich jährlich 45 Tonnen Methan in die Atmosphäre rülpsen.2 Rechnen wir nach: 600 Millionen Tonnen Methan werden jährlich emittiert. Das entspricht einem Anteil an der jährlichen Methanemission der Erde von 45 / 600.000.000 * 100 = 0,0000075 Prozent. Woh!

Besonders propagandistisch der Satz: "Würden alle Kamele in Australien getötet, spare das im Jahr so viel klimaschädliche Gase wie der Ausstoß von 300.000 Autos". Das nenne ich Propaganda. Zum ersten, weil der Anteil der Autos an der gesamten Methanemission der Erde gerade mal 0,5 Prozent ausmacht und zum zweiten, die Verschrottung von 1,2 Millionen Autos viermal soviel Emission spart, wie das Abschlachten aller australischen Kamele.

Die Kamele haben sich in Australien zur Landplage entwickelt. Sie bedrohen durch ihre schlichte Anzahl die karge Vegetation und kongruieren mit dem Menschen um das knappe Wasser. Deshalb ist es sinnvoll die Population deutlich zu dezimieren. Aber dafür den Klimaschutz zu bemühen, ist gelinde gesagt höchst lächerlich.
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(1) Die Dichte von Methan liegt bei 0,72 g/l. Eine durchschnittliche Kuh furzt jeden Tag 235 Liter Methan in die Luft. Das wären 235 l * 0,72 g/l = 169,2 g oder 0,0001692 Tonnen Methan am Tag. Auf der Erde leben geschätzt 1,5 Milliarden Rinder, die folglich 253800 Tonnen Gas pro Tag respektive 92.637.000 Tonnen pro Jahr produzieren, was immerhin einen Anteil von rund 15 Prozent der jährlichen Gesamtemissionen ausmachen würde. Das ist allerdings eine sehr grobe Überschlagsrechnung.
(2) Australien: Klimazertifikate für Abschuss rülpsender Kamele; FOCUS Online

Samstag, 14. Mai 2011

Fragwürdige Promotionen

"25 Webseiten sind für den Grimme Online Award 2011 nominiert – neben Blogs und interaktiven Angeboten auch ein junges Projekt mit großer Wirkung. Das GuttenPlag Wiki sammelt Plagiate in Guttenbergs Doktorarbeit."

Mal abgesehen davon, dass derartige Blogs ethisch selber hoch fragwürdig sind, ist auch die durch das Blog angeschobene Debatte reichlich einseitig. Denn es stellt sich die Frage, wie Guttenberg oder andere beschuldigte Prominente überhaupt zu einer Promotion kommen konnten, obwohl ihre wissenschaftlichen Leistungen allenfalls dürftig waren. Die inkriminierten Zitate stammen nicht etwa aus wissenschaftlichen Dokumenten sondern aus Zeitungen, Reiseführen und ähnlichen Schriften.

Das hätte mindestens ihren Doktorvater auffallen müssen. Aber ganz offensichtlich nimmt man es an einer deutschen Universität nicht so genau mit wissenschaftlichen Standards. Das ist der eigentliche Skandal des Skandals.

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(1) Grimme Online Award 2011: Nominierung für das GuttenPlag Wiki; FOCUS Online

Mittwoch, 20. April 2011

Was macht „sexy“: Schädel, Ringfinger oder Geldbörse?

Wenn der Ringfinger eines Mannes länger als ist als der Zeigerfinger, so erfährt man bei WELT-ONLINE, ist der betreffende Mann für Frauen besonders attraktiv.1

Jetzt fehlt eigentlich nur noch die bis 1945 praktizierte und dann in Verruf gekommene Schädelvermessung, um die verpönte Rassenbiologie – natürlich unter anderen Namen – wiederaufzuleben zu lassen.

Man braucht allerdings keine „wissenschaftlichen Studien“ sondern nur ein wenig Lebenserfahrung um zu wissen was Frauen wirklich „sexy“ finden: eine volle Geldbörse und ein pralles Konto.

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(1) WELT-ONLINE; Fingerlänge verrät, wie attraktiv ein Mann ist

Sonntag, 17. April 2011

Nebenbei gefragt

Nebenbei fragt sich 'The Audacious Epigone', wer wohl die neun Prozent Atheisten sind, die laut statistischer Erhebung nicht daran glauben, dass der Mensch vom Affen abstammt.1

Zum Beispiel Ingenieure, die nicht viel von Theorien halten, schon gar nicht von solchen mit denen man keine Maschinen bauen kann. Im Grunde ist die Evolutionstheorie so überflüssig wie ein Kropf. Wer unbedingt vom Affen abstammen will, der soll es glauben, aber mir meine Ruhe lassen. Man muss nicht an die Schöpfungsgeschichte der Bibel glauben und kann trotzdem den Darwinismus und sein drum herum nicht allzu ernst nehmen. Das Denken ist nicht binär. Man braucht keine Theorien, wenn man Maschinen baut.

Zum anderen "richtige" Wissenschaftler, die noch nicht vergessen haben, dass man jede Theorie nicht nur kritisch hinterfragen muss, sondern sie auch ein Verfallsdatum hat oder haben, welches nicht unbedingt wissenschaftlich, sondern vielmehr kulturell oder modisch bedingt ist.

Es kann sein, dass ich von einem Affen abstamme. Aber ganz ehrlich: Ich weiß nicht einmal, wer mein Ururgroßvater gewesen ist, geschweige, was er war oder wie er hieß. Warum sollte ich also den Namen einer Amöbe kennen, die irgendwann aus der Ursuppe hervorgekrochen sein soll?


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(1) "The Audacious Epigone"; Scientific literacy by belief

Freitag, 15. April 2011

Weiße werden als Rassisten geboren

Was der politisch Korrekte schon immer ahnte: Weiße werden als Rassisten geboren. Denn auf Dienekes' Anthropology Blog kann man nachlesen das deren Babys die eigene Rasse bevorzugen. Deshalb muss der "Kampf gegen rechts" schon in der Kindergrippe ansetzen.

"Young infants are known to prefer own-race faces to other race faces and recognize own-race faces better than other-race faces. However, it is entirely unclear as to whether infants also attend to different parts of own- and other-race faces differently, which may provide an important clue as to how and why the own-race face recognition advantage emerges so early. The present study used eye tracking methodology to investigate whether 6- to 10-month-old Caucasian infants (N = 37) have differential scanning patterns for dynamically displayed own- and other-race faces."1


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(1) Dienekes' Anthropology Blog: Discriminating babies:

Es gibt keine blöden Fragen

Auf dem ScienceBlogs werden wieder einmal die sogenannten Verschwörungstheorien in Frage gestellt.1
  1. Es gibt Verschwörungen. Die Propaganda zum Kosovokrieg 2(Hufeisenplan3, KZ, u.ä Behauptungen), die Verabredung zum zweiten Golfkrieg4 (Massenvernichtungswaffen, Powell Auftritt vor der UNO, u. ä.) war genauso eine Verschwörung, wie es Tonkin-Zwischenfall5 oder die Gleiwitz-Lüge6 war. Natürlich verschwören sich ständig Leute, um Ziele zu erreichen. Auf lokaler, genauso wie auf globaler Ebene. Einer, der an keine Verschwörungen glaubt, ist mindestens ebenso bescheuert, wie sein paranoider Antipode, der hinter allen und jedem eine Verschwörung wittert.
  2. Man muss nicht jede Verschwörungstheorie ernst nehmen. Einige sind grotesk. Die über die Mondlandung gehört eher ins Reich der Legenden. Trotzdem sind viele der gestellten Fragen zumindest interessant oder unterhaltsam.
  3. Fragen zu stellen gehört zum Fundament jeder Wissenschaft. Es gibt keine blöden Fragen, nur dumme Antworten. Man muss alles und jedes in Frage stellen, auch Verschwörungstheorien. Man sollte dabei den kalten Blick bewahren und nicht ins Satirische zu abgleiten. Wer sich der Satire bedient, der verlässt den Raum Wissenschaft, um auf einer Kabarettbühne für Unterhaltung zu sorgen. Wissenschaft ist keine Unterhaltung. Entweder man kann Fragen beantworten oder solche verspotten. Letzteres hat mit Wissenschaft nichts zu tun.
  4. Wer keine Schulweisheiten in Frage stellt, sondern brav mit dem Mainstream trottet, der ist kein Wissenschaftler, bestenfalls ein verköcherter Lehrer.
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(1) ScienceBlogs; Verschwörungstheorien: Wer glaubt dieses Zeug?
(2) WIKIPEDIA; Kosvokrieg
(3) WIKIPEDIA; Hufeisenplan
(4) WIKIPEDIA; Golf-Krieg
(5) WIKIPEDIA; Tonkin-Zwischenfall
(6) WIKIPEDIA; Sender-Gleiwitz

Dienstag, 5. April 2011

Muttermilchkuh geklont

Chinesischen Wissenschaftlern ist es gelungen geklonte Holsteiner gentechnisch so zu verändern, dass sie menschliche Muttermilch produzieren.1

Der Sinn dieser Forschung erschließt sich erst auf den zweiten Blick, denn warum sollte man eine Milch produzieren, die auf natürlichen Weg im weiblichen Körper entsteht und die das naturgegebene Optimum der für eine gesunde Säuglingsernährung ist?

Es gab in Deutschland kürzlich einen "Skandal" um angeblich mit Dioxin verseuchte Nahrungsmittel. Eine der dort aufgemachten Argumentationslinien war, dass der Mensch über tierische Fette beständig Dioxin aufnehme und das die deutschen Grenzwerte bei einigen, fettreichen, Nahrungsmitteln auch dann überschritten werden, wenn kein menschliches Zutun vorliegt. Unter anderen wurde hier die Muttermilch genannt.2

Denkt man diese Argumentation konsequent zu Ende, so könnte, wenn die Produktion von Muttermilch durch Kühe Marktreife erlangt, ein moralinhaltiges Verzehrverbot für „dioxinbelastete“ natürliche Nahrungsmittel – wie Muttermilch – stehen und damit ein neuer Markt geschaffen werden, der heute schon fette Gewinne verspricht.

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(1)Genetically modified cows produce 'human' milk; The Telegraph
(2) "Über die Muttermilch werden ebenfalls Schadstoffe an den Säugling weitergegeben. So lag z.B. 1998 die Dioxinaufnahme bei einem Säugling, der in den ersten 4 Monaten gestillt wird, bei täglich durchschnittlich 57 pg I-TEQ pro kg Körpergewicht. Noch im Alter von 11 Jahren hatten bei Untersuchungen in Baden Württemberg gestillte Kinder etwa 20 % mehr Dioxin im Blut als nicht gestillte Kinder (4. Bericht AG Dioxine, BMU 2002)."; Umweltbundesamt; Dioxine

Mittwoch, 30. März 2011

Die Allgemeinbildung in den USA

"Die verwegene Epigone"1 hat wieder einmal eine interessante Statistik ausgegraben. Die "General Social Survey" (GSS) befragte eine repräsentative Anzahl Weiße, Schwarze, Hispanics und Asiaten zu ihrem naturwissenschaftliches Grundverständnis. Die Tabelle fast die wenig überraschenden Ergebnisse zusammen. Die Reihenfolge deckt sich mit der nach Rassen aufgegliederten New Yorker Polizeistatistik ebenso, wie mit diversen Untersuchungen zum Durchschnitts-IQ:

FrageWhiteBlackHispanicAsian
Astrologie ist keine Wissenschaft70.6%50.0%56.6%64.0%
Der Nutzen der Wissenschaft ist größer als ihr Schaden78.2%53.7%64.9%64.2%
Die Befragten verstehen die Notwendigkeit von Kontrollgruppen bei Tests82.8%75.1%70.5%80.5%
Der Erdkern ist sehr heiß92.9%78.3%77.5%83.5%
Versteht den Sinn der Wahrscheinlichkeitsrechnung95.4%91.5%84.5%90.1%
Nicht alle Radioaktivität ist von Menschen gemacht85.7%66.9%68.1%68.9%
Der Vater, nicht die Mutter, bestimmt das Geschlecht eines Kindes76.8%63.8%73.0%67.4%
Laser machen keine kondensierten Schallwellen74.3%45.9%60.5%64.2%
Elektronen sind kleiner als Atome74.5%57.6%66.4%75.9%
Antibiotika töten keine Viren66.1%31.4%36.2%53.3%
Kontinentaldrift findet heute noch statt91.1%79.9%85.3%90.7%
Menschen haben sich aus Tieren entwickelt52.6%33.9%47.7%68.9%
Die Erde dreht sich um die Sonne81.1%66.9%78.1%86.5%
Eine Sonnenumrundung entspricht einem Erdjahr79.2%69.7%64.5%85.0%
Der Befragte würde gentechnisch veränderte Lebensmittel essen72.2%52.5%68.3%79.2%
Der Nordpol ist mit einer Eisschicht bedeckt64.6%56.8%77.6%66.6%

Erstaunlich finde ich die Zahlen zur Evolutionstheorie. Gerade mal 34 Prozent der Schwarzen halten diese Theorie für glaubwürdig.

Wer jetzt wieder mit den Augen rollt und „typisch Ami“ denkt, der sollte PISA nicht aus dem Blick verlieren. In Deutschland werden solche Studien nicht gemacht und wenn doch unter Verschluss gehalten, da man bei Publikation hierzulande schon Gefahr läuft wegen „Volksverhetzung“ belangt zu werden.

Hier kann man im übrigen schwarz auf weiß nachlesen das die konservativen Republikaner gebildeter als die liberalen Demokraten sind: Republicans are more scientifically literate than Democrats or independents are

Update: Kaum zu glauben, aber im Google Reader wird ganz offensichtlich gefiltert. Bringt man bestimmte Schlüsselwörter in die Headline, dann wird der gesamte Feed im Reader nicht angezeigt. Erst wenn man die Headline ändert, erscheint der "böse" Artikel.
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(1)THE AUDACIOUS EPIGONE; Scientific literacy by race

Flugroboter spielen Ping Pong



Unglaublich. Oder?

Freitag, 18. März 2011

Glaube oder Gene?

Die Vermutung das Menschen mit zunehmenden Alter religiöser werden, ist vernünftig aber offenbar falsch.

2004 befragte die General Social Survey1 (GSS) eine repräsentative Anzahl Amerikaner, wie oft sie den Wunsch verspüren, „näher zu Gott oder in Gemeinschaft mit zu sein.“ Die Probanden konnten mittels einer sechstufigen Skala, die von „mehrmals täglich“ bis „bis nie oder fast nie“, auf die vorgelegte Frage antworten.

Alter
Religiösität
18-293.89 
30-39 4.12 
40-49 4.13 
50-59 4.06 
60-694.05 
70-79 4.25 
80+  4.37 

Tabelle 1: Die Ergebnisse der Umfrage

Zwar suggerieren die Zahlen auf den ersten Blick das erwartete Ergebnis, doch bei einer Standardabweichung von 1,59 kann diese Datenreihe die eingangs formulierte Vermutung nicht stützen.

Vielmehr weist das Ergebnis darauf hin, dass die Zahl der Gläubigen an der Gesamtbevölkerung vom Alter unabhängig ist. Das spricht dafür, das der Glaube entweder durch soziokulturelle Einflüsse in früher Jugend entsteht oder tatsächlich ein vererbbares „Gottes Gen“ existiert.

via: THE AUDACIOUS EPIGONE; He knew you before you were in the womb and this is the best you can do?

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(1) General Social Survey

Dienstag, 15. März 2011

Jahreszeitabhängige Lebenserwartung

Im November geborene Frauen wurden im Durchschnitt 7,3 Monate älter als Frauen, die im Mai zur Welt kamen. Für Männer betrug der Unterschied sogar 11,7 Monate, wie die Universität Greifswald am Dienstag mitteilte. Die in der Studie berücksichtigten Menschen waren alle zwischen 1992 und 2007 an Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestorben.

Demnach stieg die Lebenserwartung von Frauen und Männern von Mai an jeden Monat, bis sie im November den Höchststand erreichte. Dann sank sie wieder. Ein Vergleich von Daten aller Todesursachen zeigte eine ähnliche Kurve.1,2
Die gefundenen Ergebnisse sind ein erneuter und sehr starker Hinweis darauf, dass sich unterschiedliche Lebenserwartungen nicht nur genetisch dominiert sind, sondern stark von Umwelteinflüssen abhängen.

Bild 1: Jahreszeitliche Schwankungen der Lebenserwartung im Hinblick auf Herz-Kreislauf Erkrankungen.

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(1) JACC; Is Cardiovascular Mortality Related to the Season of Birth?
(2) Focus; November-Kinder leben länger

Montag, 14. März 2011

Acht Wasserstoffbomben

Ein Erdbeben der Stärke 9 entspricht der Freisetzung von 474 Megatonnen TNT1. Das entspricht ungefähr dem Energieäquivalent, die beim Beben (8,9) vor Japans Küsten freisetzt wurde. Zum Vergleich: Die größte jemals gezündete Wasserstoffbombe wurde am 30. Oktober 1961 um 11:32 Uhr Moskauer Zeit über dem Testgelände in der Mitjuschikabucht auf der Insel Nowaja Semlja gezündet und setzte ein Energieäquivalent von „nur“ 57 Megatonnen TNT frei2. Eine einzige Bombe dieser Art könnte den Großraum Paris ähnlich stark zerstören, wir das Stadtzentrum von Hiroshima durch „Little Boy“ die „nur“ eine Sprengkraft von 13 Kilotonnen TNT entwickelte.

Bild 1: Zerstörungsradius einer Zar-Bombe

Nicht die gesamte Energiemenge des Erdbebens wird Japan getroffen haben, aber ein sehr großer Teil davon entlud sich auch im anschließenden Tsunami.

Die Gefahr einer Kernexplosion besteht bei den japanischen Kernkraftwerken, wenn ich das richtig verstanden habe, nicht. Die Kernschmelze, wie in Tschernobyl, ist ein langsam ablaufender Prozess, bei man den Austritt von Radioaktivität in die Umwelt vermeiden muss, da sonst radioaktiv verseuchte Gebiete entstünden, die über Jahre unbewohnbar blieben. Im dicht besiedelten Japan müsste man vermutlich mehrere Hunderttausend Menschen dauerhaft umsiedeln.

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(1)Richter magnitude scale
(2) Zar-Bombe

Mittwoch, 9. März 2011

Miserabler Stil

Zusätzlich zu all den vorgenannten, von Menschen verursachten Problemen, werden wir gleichzeitig beunruhigt von dem Phänomen der globalen Erwärmung und der ihr unterstellten Konsequenzen. Wir wissen, daß es natürlicherweise immer Eiszeiten und Warmzeiten gegeben hat; wir wissen jedoch nicht, wie groß gegenwärtig und künftig der von Menschen verursachte Beitrag zur heutigen globalen Erwärmung ist. Die von vielen Regierungen international betriebene sogenannte Klimapolitik steckt noch in ihren Anfängen. Die von einer internationalen Wissenschaftlergruppe (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) bisher gelieferten Unterlagen stoßen auf Skepsis, zumal einige der beteiligten Forscher sich als Betrüger erwiesen haben. Jedenfalls sind die von einigen Regierungen öffentlich genannten Zielsetzungen bisher weniger wissenschaftlich als vielmehr lediglich politisch begründet.1

Das sagte Helmut Schmidt am 11. Januar 2011 in Berlin, auf einer bisher wenig beachteten Rede zu "Verantwortung der Forschung im 21. Jahrhundert". Die zitierte Passage ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: Zum einen bestätigt Schmidt den weitverbreiteden Verdacht, das Klimapolitik nichts anderes als Aktionismus zur Durchsetzung politischer Ziele ist und zum anderen deshalb, weil DIE ZEIT diesen Teil der Rede durch Weglassung des fett markierten Teiles im obigen Zitat sinnentsetllend wiedergab: DIE ZEIT zensiert Helmut Schmidt2.

Unabhängig davon, ob Schmidt mit besagter Passage im Recht ist oder nicht: er hat es immerhin gesagt. Das ist, wenn schon keine Zensur, ein miserabler journalistischer Stil.

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(1) Helmut Schmidt; Verantwortung der Forschung im 21. Jahrhundert; Rede vom 11. Januar 2011
(2) Die Achse des Guten; DIE ZEIT zensiert Helmut Schmidt

Mittwoch, 2. März 2011

Wenn die Blase drückt

Ein schönes Beispiel für zeitgenössische Wissenschaft oder das, was bestimmte Leute dafür halten, bringt uns der Diplom-Geograf Jürgen Schönstein aus dem liberalen Holland zu Bewusstsein.

In einer „Studie“ hat man einen Teil der Probanden einen Liter Wasser trinken lassen, andere durften nur wenige Schluck zu sich nehmen. Nachdem die Blase zu drücken begann, stellte man beide Gruppen vor eine Entscheidung und will nun herausgefunden haben, dass die Gruppe mit drückender Blase die vernünftigeren Entscheidungen getroffen hat.

Fazit der „wissenschaftlichen“ Untersuchung von Mirjam Tuk, Debra Trampe und Luk Warlop: Der Verstand sitzt nicht im Kopf sondern im Unterleib. Den Verdacht hegen Frauen schon länger.

Immerhin fragt sich Schönstein, ob er nicht einem Spaß aufgesessen ist, verneint aber die Vermutung.

Montag, 28. Februar 2011

Die Büchse der Pandora

„Entwicklungshilfe“ ist deshalb eine der größten Lebenslügen des Mainstreams, weil sie in aller Regel das genaue Gegenteil von dem bewirkt, was sie vorgibt, zu wollen.

Gerade dort, wo sie ihre größten Erfolge feiert, führen die kollateralen Folgeschäden – die oft nicht als solche wahrgenommen werden - alle Mühen ad absurdum.

So hat sich die Säuglingssterblichkeit durch die nahezu flächendeckende Einführung medizinischer Grundversorgung in den Entwicklungsländern, zwar geviertelt, aber genau dadurch die Lebendgeburten vervierfacht, weil das sich das Geburtsverhalten der Frauen nicht geändert hat. Die Bevölkerungsexplosion, vor allen in den arabischen Staaten, ist das Werk der letzten fünfzehn bis zwanzig Jahre und er lässt sich ursächlich auf die dramatisch gesunkenen Mortalitätsraten in der Dritten Welt fokussieren1.

Bild 1: Theorie des "demografischen Übergangs"

In Europa wurde die moderne Medizin im Zuge der industriellen Revolution entwickelt, Letztere ist - und mit ihr die Leistungsfähigkeit der regionalen Wirtschaft - in den Entwicklungsländern bis heute ausgeblieben ist. Die Produktivität in den Schwellenländern hinkt der Geburtenstatistik hinterher, was sich negativ auf die Zukunftsperspektiven der heranwachsenden Generation auswirken muss. Es gibt weder genug Arbeit, noch genug Einkommen. Die Folgen sind ein immer größer werdender Sozialtransfer, euphemistisch „Entwicklungshilfe“ genannt, aus den „reichen“ Industriestaaten in den durch das demografische Wachstum dramatisch verarmenden Süden, will eine Völkerwanderung von biblischen Ausmaßen vermeiden2. Der "Westen" hat mit der Entwicklungshilfe die "Büchse der Pandora" geöffnet und die dadurch entfesselten Übel drohen ihn selbst zu verschlingen.

Eine der unausweichlichen Folgen beobachten wir in den aktuellen Verwerfungen der arabischen Welt.

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  1. Der Effekt wird euphemistisch als „demografischer Übergang“ beschrieben: demografischer Übergang. Die Behauptung das nach einigen Generationen die Geburtenrate in den Entwicklungsländern sinkt ist gegenwärtig unbeweisbar, weil verlässliche demografische Daten aus der Vergangenheit fehlen. Außerdem fehlt das entsprechende gesellschaftliche Umfeld, weil durch Verbesserung der medizinischen Versorgung und der Ernährung – beides hauptsächlich durch auswärtige Hilfe – die archaischen Gesellschaftsstrukturen unberührt bleiben. Es ist hoch zweifelhaft, die prognostizierten Geburtenrückgänge in dem Maße stattfinden wie erwartet.
  2. Ob sich dieser Sozialtransfer aufrechterhalten oder unbegrenzt ausweiten lässt, ist bezweifelbar, weil die Geberstaaten durch massive Zuwanderung in die heimischen Sozialsysteme an die Grenzen ihrer ökonomischen Belastbarkeit geraten. Im Grunde geraten die Staaten in einen Zangengriff: Eine schrumpfende und stark alternde Gesellschaft muss immer mehr Mittel aufbringen, um einen wachsenden Anteil unproduktiver Junger, ob Zuwanderer oder via „Entwicklungshilfe“ zu ernähren.

Dienstag, 15. Februar 2011

Plädoyer für die Quote

Die Privilegierung intelligenterer Menschen beginnt bereits mit Auswahltests an Grundschulen und endet mit Einstellungsprüfungen im Job. Denn die Auswahlverfahren mit Hilfe von IQ-Tests bestimmen mit über den Zugang zu guten Ressourcen. Dazu zählen die beiden Wissenschaftler Eliza Byington und Will Felps Faktoren wie Lehrpersonen mit einer hohen Erfahrung, Kurse, in denen kritisches Denken gefördert wird, moderne Universitäten und ein Umfeld von hochmotivierten Fachleuten.1

Das hört sich so an als wollten „Wissenschaftler“ eine Quote fordern. Warum sollten nur Intelligenzbolzen an Universitäten immatrikuliert werden? Wie ungerecht gegen über denen, deren IQ kaum über die 80 kommt. Das ist ein Gerechtigkeitsproblem. Man muss auch denen, die nicht so schlau sind Zugriff auf Bücher gewähren, die sie nicht verstehen und Fachzeitschriften, die sie nicht lesen können.

Wenn man die Dummen nicht schlaumachen kann, dann muss man halt die Schlauen dumm machen. Linke Logik. Aber im Zeitalter der Massenuniversität an denen solche „Studien“ ernsthaft als Wissenschaft gilt2, ist eine IQ-Quote auch schon egal. Es ändert sich vermutlich eh nichts mehr.